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14 Gründe, warum wir uns auf den Start der Campusliga freuen

14 Gründe, warum wir uns auf den Start der Campusliga freuen

Getrennt studieren, zusammen spielen: Ab Dienstag kicken bei der Campusliga wieder 48 Studi-Teams um den Pokal. 14 Fakten zum Ligastart.


Heute startet wieder die Campusliga. Das bedeutet: jeden Dienstag und Donnerstag fußballerischer Ausnahmezustand auf dem Leibniz-Sportcampus. Dann kämpfen auf vier Plätzen parallel Teams mit Namen wie Arminia Bierzelt und FC Euter um den Ball. Während ihre Kommilitonen auf dem Rasen kicken, stehen etliche Studis am Spielfeldrand und feuern die Spieler an oder sitzen entspannt im Gras und quatschen. Jedes Campusliga-Spiel ist ein bisschen wie ein Sportfest – das sich über mehr als zwei Monate erstreckt. „Jedes Jahr aufs Neue ist es komplett offen, wer das Rennen macht – so bleibt es bis zum Ende spannend“, erklärt Ligachefin Barbara Schanz.

Liga statt Megaturnier: ​1991 wurde die Campusliga als Hobbyturnier für Studenten der Leibniz-Uni gegründet. Das war auch nötig: Vorher nahmen am eintägigen Fußballturnier des Hochschulsportfestes regelmäßig über 100 Mannschaften teil. Etwa 800 Leute spielen in diesem Jahr bei der Campusliga mit.

Der Dino der Campusliga: ​Die Flying Frox sind von Anfang an dabei – und noch nie abgestiegen. Dass das auch gar nicht möglich ist, macht nichts. Dienstältester Spieler ist Christoph Knigge, der dieses Jahr seine 15. Spielzeit bestreitet – Ligarekord!

Der HSV der Campusliga: ​Die Flying Frox sind von Anfang an dabei – und noch nie abgestiegen.

Improvisierter Start: ​Die ersten Spiele waren noch sehr unprofessionell: Es gab weder Schiedsrichter noch Tornetze. Der Hausmeister meinte, man müsse die Netze dauernd flicken und das sei viel zu teuer. Nicht für die Studis: Irgendwann taten sich die Teams zusammen, bezahlten je einen Fünfer und kauften Netze.

Historische Klatsche: ​29 Mal versenkte der SV Vorwärts Gaul Seidel den Ball im Tor des 1. FFC Lattenknaller – der ersten und einzigen reinen Frauenmannschaft der Liga. „Über einstellig verlorene Spiele freuen wir uns wie über einen Sieg“, erzählt Kapitänin Ann-Kathrin Viehweger. In der Campusliga spielen insgesamt lediglich 23 Frauen.

Konkurrenz für Eminem: ​Dessen einziges Deutschlandkonzert in Hannover war innerhalb von fünf Minuten ausverkauft. Da kann die Campusliga locker mithalten – die 48 Teamplätze waren dieses Jahr nach 5 Minuten und 23 Sekunden vergeben.

Muuuh: ​Der 1. FC Euter hat mit 448 Likes die beliebteste Facebook-Seite der Campusliga. Das Team aus Tiermedizin-Studenten berichtet dort humorvoll und nicht ganz ernst gemeint von der schweißtreibenden Saisonvorbereitung und den heiß umkämpften Spielen. Auch viele andere Campusliga-Teams haben eine Facebook-Seite: Auf Platz zwei und drei der meisten Likes folgen etwa Arminia Bierzelt (250 Likes) und die Bobenender Bostkloppers (229 Likes).

1. FC Euter heißt die Mannschaft der Tiermedizin-Studenten.

Keine Favoriten: ​Nur zwei Mannschaften haben es bisher geschafft die Campusliga jeweils zweimal zu gewinnen: Der OSC Nille und der FC Ruthless. Der OSC Nille gewann bereits in seiner ersten Spielsaison – da bestand die Mannschaft allerdings auch noch komplett aus Sportstudenten.

Campusliga für Studenten: ​Um den Uni-Charakter der Veranstaltung zu bewahren, dürfen sich nur maximal vier Gäste pro Team anmelden – die anderen 16 Spieler müssen Studenten oder Alumni sein. Welcher Fakultät die Spieler angehören, ist prinzipiell egal. Es gibt aber auch Mannschaften, die etwa nur aus Bauingenieursstudenten bestehen, wie Arminia Bierzelt, oder wie der Kniefall Warschau nur aus Geschichtsstudenten.

Tschüss Papierkram: ​Die Team-Anmeldung lief früher über handschriftlich ausgefüllte Formulare. Aktuelle Spielergebnisse und Tabellen hingen liebevoll ausgedruckt und zusammengeklebt am schwarzen Brett aus. Einmal im Monat bekamen die Teams alle wichtigen Informationen per Post zugeschickt. Dieser immense Papierverbrauch wurde über das Regelwerk wieder ausgeglichen, das damals zwar nicht auf einen Bierdeckel, aber immerhin auf nur eine Seite passte. Mittlerweile regeln zehn Seiten, welche Fußballschuhe erlaubt sind und welches Team am Ende des Spieltags die Plastikflaschen und Bananenschalen vom Platz sammelt – ein Glück, dass es mittlerweile dieses Internet gibt.

Kaum Randale: ​Anders als bei hochklassigen Fußballspielen, bei denen es oft zu Auseinandersetzungen mit gewaltbereiten Fans kommt, gab es in der Campusliga vergleichsweise wenig Probleme. Zwei Mannschaften mussten bisher disqualifiziert werden: Nur einmal wurde ein Team wegen aggressiven Verhaltens zwischen Fans und Mannschaft ausgeschlossen. Ein anderes Mal spielte ein Spieler in den Play-offs mit, der nicht zum Team gehörte.

Ein Herz für Erstis:Weil die Startplätze so schnell weg sind, wird jeweils einem Erasmus- und Ersti-Team ein Startplatz frei gehalten. Manchmal entsteht aus diesen bunt gemischten Truppen anschließend eine eigene Mannschaft. So wie dieses Jahr die Bokerstars.com oder das Ersti-Team der vergangenen Winterliga, die Glashoch Rangers.

Frostkicken: ​Weil die Studenten auch im Winter kicken wollten, gibt es seit 2016 zusätzlich zur Campusliga eine Winterliga. Wie im Sommer wird auch bei Temperaturen unter 10 Grad draußen gespielt. Zwischen Oktober und Dezember kicken dann 40 Teams bei Flutlicht auf dem Kunstrasenplatz.

Wer hat das schönste Trikot? ​Eine winkende Kuh, die gerahmt wird von zwei Schlangen – das ist das Logo des 1. FC Euter. Einige Teams entwerfen extra ein eigenes Emblem, welches auf Trikots, Fanschals wie bei Arminia Bierzelt oder eigenen Fahnen wie bei Graslupfer Hanno gedruckt und bei jedem Spiel stolz präsentiert wird. Weniger kreativ ist dagegen die Farbauswahl der Trikots: Fast die Hälfte aller Mannschaften laufen in blau oder rot auf.

Kuriose Namen: ​Dass es in der Campusliga um den Spaß geht, sieht man auch an den Team-Namen: SV Wacker Durchsaufen, Paarbier St. German, Arminia Bierbestellt, Arminia Bierzelt, 1. FCE Allstars, FC Graupe, Team Rocket, Gut-Kick Leibniz, FC DW Beton, Die Störer, Tottenham Kotspur, RB Leibniz, FC Kniefall Warschau, Rechtsverteidiger, FC Fußpils, Hangover 69, Eintracht Beinpracht, SK Lation, Glashoch Rangers, Team Wiese, Steaua Sambucarest, FC schlueti_93, FC Torpedo Haufen, Die Goldene Generation, SV Vorwärts Gaul Seidel, 1. FC Stadt-Land-Schuss, FC Zementmischer, fC bhouri NA Generationen, KüGa United, Kommando Lattenstramm, achiTag_team, Bokerstars.com, Graslupfer Hanno, Kickaz de la rue, Die Adler, 1. FC Euter, FC DopING, AS Tralkörper, FC Saufhemden, Lokomotive Leibniz, SuFF Hannover, Flying Frox, FC Kopinnacken, Smells Like Team Spirit, Bobender Bostkloppers, 1. FC Hintenrum, 1. FFC Lattenknaller, FC Lieberampool.

Von Sarah Seitz

Über den Autor

Sarah Seitz

Sarah (22) studiert Politik und Germanistik auf Lehramt und kann sich herrlich über Fußball, Politik und die Welt im Allgemeinen aufregen. Besonders gern auf Papier.

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