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Das große Abc für Aufschieber

Das große Abc für Aufschieber

Auf dem Schreibtisch stapeln sich die Bücher – dabei gibt es noch so viel zu tun, bevor das Lernen losgehen kann. Campus0511 gibt Tipps zum sinnvollen Prokrastinieren.

A wie aufräumen: Wenn die Schreibtischoberfläche vor lauter loser Zettel nicht mehr sichtbar ist, wird es Zeit für das Vier-Felder-System. Der Papierkram wird in Boxen mit der Beschriftung „Wegschmeißen“, „Weiterleiten“, „Wichtiges“ und „Sofort erledigen“ einsortiert – so hat alles seinen Platz.

B wie Bewerbungen schreiben: Sei es für das Stipendium im nächsten Semester, das Pflicht-Praktikum oder den Nebenjob, der gerade am Schwarzen Brett ausgeschrieben wurde – das muss irgendwann sowieso getan werden.

C wie chatten: Was „Ich habe so einen Stress!“ auf Italienisch oder 150 anderen Sprachen heißt, kann man mit der App „Tandem“ (für iOS und Android) lernen – mit Muttersprachlern im Chat.

D wie Dokus: Plötzlich werden die Dokumentationen über den Zweiten Weltkrieg, die Pyramiden von Gizeh oder die größten Mähdrescher der Welt auf N24 und Co. interessant. Allgemeinbildung schadet ja nicht. Heute um 16.05 Uhr im Programm: „Auf Tauchstation – Jobs unter Wasser“. Spannend!

E wie Ernährung: Wie viele Kohlenhydrate sind pro Tag eigentlich gesund? Das wollte man doch schon immer mal wissen.

F wie Fitness: Wer keine Lust zum Joggen hat, kann zum Beispiel Unterwasserhockey beim Tauchclub Hannover oder Jugger ausprobieren – das ist eine Mischung aus Rugby, Fechten und Handball.

G wie Gaming: Zockt man lieber auf der Spielekonsole als zu büffeln, braucht man kein schlechtes Gewissen zu haben: In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl an Studien veröffentlicht, die unter anderem belegen, dass Videospiele die räumliche Orientierung verbessern, die Verbindungen zwischen den Hirnarealen stärken und Psyche sowie Sozialkompetenz positiv beeinflussen.

H wie helfen: Wer sich selbst schon nicht in der Klausurenphase hilft, kann sich für andere einsetzen und zum Beispiel im hannoverschen Tierheim Katzenklos säubern oder sich beim Verein Mentor als Leselernhelfer engagieren.

I wie informieren: Die Bundestagswahl 2017 rückt näher. Um schon im Wahlkampf mitreden und -lästern zu können, kann man jetzt endlich mal die Wahlprogramme der Parteien komplett durchlesen.

J wie Jodel: Die App, in die man anonym und öffentlich kurze Nachrichten posten kann, wurde wohl zum Prokrastinieren erfunden. Hier tummeln sich Gleichgesinnte, die lieber Ofenkäse essen und ihre Katze fotografieren als zu lernen.

K wie Kuchen in der Tasse: Mit dem Tassenkuchen von der Youtuberin „TheBeauty2go“ ist der Heißhunger auf Süßes schnell gestillt. Einfach 4 Esslöffel (EL) Mehl, 4 EL Zucker, 1 Ei, 3 EL Kakaopulver, 3 EL Milch, 3 EL Öl, 2-3 EL Nutella und 1/4 TL Backpulver in einer großen Tasse verrühren und für 1,5 bis 2 Minuten auf höchster Stufe in der Mikrowelle backen.

L wie lesen: Neben dem Bett türmt sich ein Stapel mit ungelesenen Zeitschriften und Büchern – Zeit, sich damit auf das Sofa zu verkriechen. Noch auf der Suche? „Die Toten“ von Christian Kracht liest sich wie ein Tarantino-Film. „Untenrum frei“ von Magarete Stockowski kritisiert Sexismus.

M wie Malbücher: Der Trend hilft zu entspannen. Wer keine Buntstifte besitzt, kann in der App „Malbuch für mich“ kostenlos Mandalas ausmalen.

N wie nähen: Der alte Jutebeutel fällt schon fast auseinander, und es fehlt ein Mäppchen für Kugelschreiber? Auf Youtube-Kanälen wie „DIY Eule“ zeigen Blogger unkomplizierte Handarbeiten.

O wie Oma anrufen: Egal, was man auch verbrochen hat: Oma ist immer da. Nun ist die Zeit, sich ein paar tröstende Worte abzuholen – und ganz nebenbei noch die Großmutter glücklich zu machen.

P wie Playlist: Die vielen Spotify-Playlisten könnten mal wieder ausgemistet werden. Wem das zu anstrengend ist, der sucht sich bei Musikstreamingdiensten die passende Liste zum Lernen raus.

Q wie Quickie: Ein doppelter Gewinn, wenn Partner oder Partnerin gerade ebenfalls Klausurenstress schieben.

R wie Reparaturen: Die Lampe im Badezimmerschrank flackert, die Küchenschublade klemmt: Zeit für den Werkzeugkasten. Studenten können zudem ihre Fahrräder in der Fahrradwerkstatt Ahlem, Heisterbergallee 99, und in der Pro Beruf Fahrradwerkstatt, Bonifatiusplatz 1-2, für lau reparieren lassen. Sie zahlen nur die Materialkosten.

S wie Schaumbad: Mal wieder zum Friseur, Kosmetiker oder in der heimischen Badewanne entspannen – Zeit für Dinge, die im Alltag untergehen. Auf Seiten wie groupon.de gibt’s außerdem oft lokale Gutscheine für Wellnessaktionen.

T wie To-do-Liste: Wer zuerst aufschreibt, was alles erledigt werden muss, hat den Kopf frei, um Aufgaben tatsächlich anzugehen.

U wie Urlaub planen: Wer jetzt den Sommerurlaub plant, kann einen fetten Frühbucherrabatt absahnen.

V wie verkaufen: Alte Kinderbücher, CDs und aussortierte Klamotten stapeln sich im Keller – und damit bares Geld. Seinen Krempel kann man auf Hannovers Flohmärkten loswerden – wie dem Stöbersonntag an der Faust oder dem Altstadtflohmarkt an der Leine.

W wie Wörter nachschlagen: Den Lieblingssong kann man inzwischen zwar textsicher mitschmettern, aber die Bedeutung aller Wörter kennt man trotzdem nicht.

X wie Xenophilie: Menschen, die eine „Vorliebe für Fremde“ haben, sind Xenophilisten. Gerade in der Klausurenphase steigt das Interesse für Fremdes – alles wird interessanter als die sich türmenden Bücher auf dem Schreibtisch.

Y wie Yoga: Je näher die Klausuren rücken, desto größer wird die Panik und Verzweiflung. Sport hilft bei der Entspannung. Wer keine Lust auf Leistungsdruck hat, sollte Sportarten wie Yoga, Parkour oder Hoop Dance ausprobieren.

Z wie zurück an den Schreibtisch: Wer sich von A bis Y durch das Abc prokrastiniert hat, kann den Schreibtisch nun wirklich nicht länger ignorieren.

Mitarbeit: Sarah Seitz, Kira von der Brelie, Joss Doebler, Julia Krük, Lea Stratmann, Sarah Franke

Über den Autor

ZiSH

ZiSH ist die junge Redaktion der HAZ. Hier schreiben Studenten, Azubis und Schüler über das, was sie bewegt. Jeden Dienstag und Freitag gibt es eine neue ZiSH-Seite in der gedruckten HAZ. Hier im Blog schreiben vor allem Nachwuchsautoren unter dem Namen ZiSH.

1 Kommentar

  1. Wer so anfängt : ‚So lassen sich das Lernen am besten aufschieben‘, kann mit ‚Prokrastinieren‘ auch keinen Schnitt mehr machen.

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