Advertisement

Select Page

Das sind die Modetrends im Frühling

Das sind die Modetrends im Frühling

Pastellfarben, Jogpants, Fischnetzstrumpfhosen oder Shirts mit Glockenärmeln: Fünf Modekenner aus Hannover erklären, was die neuen Frühjahrstrends sind.

Louisa Mazzurana: Klassisch und feminin wie eine Pariserin

Laut Louisa Mazzurana ist der „Parisian Style“ in. Foto: Shino Photography

Pastellfarben sind in diesem Frühjahr in, ist sich Louisa Mazzurana sicher – nicht nur bei der Kleidung, sondern auch als Haartönung zum Auswaschen. Ein Trend, der dem Model gut gefällt: „Ich habe meine Haare erst vorübergehend türkis und dann rosa getönt.“ Pastellige Haarfarben hält Louisa für alltagstauglich. Kombiniert mit einem klassischen Kleid könnten sie sehr edel aussehen. Die 29-Jährige bloggt auf louiblog.de und landete bei der Castingshow „Germanys Next Topmodel“ im Jahr 2010 auf dem fünften Platz.

Modetechnisch immer noch gefragt sei der Parisian-Style. „Ein klassischer, femininer Stil, der nie aus der Mode kommt“, sagt Louisa. „Auch der faltige Plisseestoff ist bei Kleidern und Röcken beliebt, gern in Kombination mit Rollkragenpullovern oder Cardigans aus Wolle“, meint sie. Außerdem seien Strickkleider und bunte Querstreifen gerade voll im Trend.

Auch im Kommen: Schlappen mit Fell, die manchmal mit Socken kombiniert werden. „Diese müssen aber definitiv von der passenden Person getragen werden“, meint Louisa. Sie selbst trägt in diesem Frühling gern Spitze und freut sich auf frische Farben nach dem Winter.

Ein Trend sei mittlerweile durch: stark geschminkte Gesichter. „Es geht mehr in Richtung Natürlichkeit“, sagt Louisa, die auch als Visagistin arbeitet. Man betone zwar mit Wimperntusche, Puder oder Concealer die eigenen Vorzüge, verstecke sich aber nicht hinter dem Make-up.

Von Sarah Franke

Eric Wodegnal: In Hannover braucht man keine Markenhose

Eric will nicht aussehen wie jeder Andere: Foto: Fabian Seeger

Nicht allem hinterherlaufen – das ist für Eric Wodegnal Trend. Egal, ob im Frühling oder Sommer, so aussehen wie alle anderen könne schließlich jeder. Der 19-Jährige ist einer der jüngsten Designer Deutschlands. Bereits mit 15 Jahren gründete er sein eigenes Label „More Than A Shirt“ (MTAS). Heute tragen bekannte Musiker wie Felix von Kraftklub oder Fettes Brot seine Klamotten. Eric studiert eigentlich an der Fahmoda in Hannover, das Label nimmt aber so viel Zeit in Anspruch, dass er gerade gar nicht in der Uni ist. „Ich habe ein Urlaubssemester beantragt – um arbeiten zu können“, sagt er.

Eric designt unter anderem Shirts mit Zeichnungsdrucken oder Sprüchen. Trends steht er skeptisch gegenüber, besser sei Individualität, findet er. Die Mode in Hannover ist ihm zu eintönig. „Wenn ich mich am Kröpcke umgucke, sehen alle Jungs gleich aus“, sagt er, „Skinny-Jeans, Bomber-Jacke und Undercut.“ Als er vor drei Jahren  mit den engen Hosen herumlief, musste er sich viele unfreundliche Kommentare anhören. „Und heute laufen alle so rum“, sagt Eric und lacht. Den Grund dafür sieht er vor allem in Fast Fashion: Was die Designer für 2000 Euro auf den Laufstegen präsentieren, hänge kurz darauf für 30 Euro bei Modeketten. Und für Hannover reiche das günstige Modell. Eine Markenhose würde hier ohnehin niemand auf der Straße erkennen.

Bei Mode solle man sich an der eigenen Figur orientieren, empfiehlt Eric: „Was an dem Rapper Kanye West gut aussieht, passt nicht zu jedem 14-Jährigen.“

Von Theresa Kruse

Charlie Meetz: Rosarotes Frühlingserwachen

Mag Zierknoten: Charlie Meetz bloggt als „Madame Charlie“. Foto: Meetz

Wenn es nach Bloggerin Charlie Meetz geht, wird der Frühling vor allem rosa und pink. „Die beiden Farben habe ich neu in meinem Kleiderschrank“, erzählt die 23-Jährige. Kombiniert mit Schwarz und Grau sorgten sie für die richtigen Farbtupfer.

Charlie hat auch schon ein neues Lieblingsteil in einer der Trendfarben geshoppt: Schuhe mit Zierknoten. Egal, ob Sneaker, Stiefel oder Slipper – in diesem Frühling sollte ein Knoten auf dem Schuh für den besonderen Hingucker sorgen. Ihre neuen Schuhe kombiniert die Studentin besonders gerne mit Oversize-Pullovern oder Blusen mit Verzierungen wie beispielsweise Volants, Rüschen oder Trompetenärmeln. Um das Outfit abzurunden, empfiehlt Charlie Fischnetzstrumpfhosen. Wer ein bisschen weniger auffallen möchte, könne auf Fischnetzstrümpfe zurückgreifen.

Die Bloggerin ist kein Schmuck-Fan und setzt lieber mit ihrer Kleidung Akzente. „Deshalb ist es für mich wichtig, außergewöhnliche Teile zu tragen und damit ein Statement zu setzen“, sagt sie.
Die Birkenstocks aus dem letzten Sommer lässt Charlie in diesem Jahr im Schrank. Sie trägt stattdessen Sandalen und Pantoletten mit Kunstfellbesatz oder Pompomverzierungen.

Auf ihrem Blog madamecharlie.com schreibt Charlie schon seit sieben Jahren über Mode und ist dabei stets auf der Suche nach den neuesten Trends. „Ich schaue, was mir gefällt, und mische dann Verschiedenes zusammen“, sagt sie.

Von Anna Beckmann

Rüdiger Oberschür: Der Frühling wird mit Jogpants bequem

Leitet ein hannoversches Modemagazin: Rüdiger Oberschür. Foto: HFW

Auf die Mode der Männer konzentriert sich Rüdiger Oberschür. 2015 ging er außerdem mit Hannovers erstem Mode-Magazin online: 
 hannoverfashionweeks.com.
In diesem Frühling sieht Rüdiger Jogpants und sportlich-schicke Mode als Trend. „Es geht immer mehr dahin, dass formelle Kleidung wie Sakko und Anzug mit sportiven Elementen versehen wird“, erzählt der Journalist, der sich seit knapp zehn Jahren mit Männermode beschäftigt.

Jogpants, eine Mischung aus Anzug- und Jogginghose, würden Männer in diesem Frühjahr tragen. Das gemütliche Kleidungsstück werde die Modewelt auch nach dem Frühling noch begleiten, meint er. Außerdem werden die Hosen kürzer: „Was früher als Hochwasserhose galt, ist jetzt in“, sagt Rüdiger, „gekrempelt wird weiterhin stilvoll bis stylisch“.

Farblich würden wir in diesem Frühling vor allem gelbe und grüne Töne sehen. Rüdiger schweben da ein „Pesto-Grün“ und abgeschwächte Gelbtöne vor. Hinzu käme das Ochsenblutrot, das noch von der Wintersaison mit in den Frühling wandere. „Gern in Kombination mit Schwarz, Anthrazit oder Navy, und als besonderer Hingucker mit Weiß“, sagt der Modespezialist. Außerdem könne man den Rollkragenpullover aus dem Winter weiterhin tragen.

Getrost im Schrank bleiben sollen dafür Schulterpolster und der Baggy-Style. Rüdiger selbst kleidet sich gern ganz klassisch „parisian-chic“ und trägt gern Accessoires.

Von Tamy Beyeler

Shari Molzon: Verspielt, pastellig und weiblich

Pastellfarben sind ein Frühlingstrend, sagt Shari Molzon. Foto: F. Gürth

Die diesjährige Frühlingsmode wird mädchenhaft-verspielt“, sagt Shari Molzon. Seit sechs Jahren schreibt sie auf ihrem Blog unter ineedmorethanfashion.blogspot.de schon über Mode.
„Blusen aus dem Stoffmaterial Popeline oder mit Volant sind auf jeden Fall ein Frühlingstrend – am besten in Weiß“, sagt die 24-Jährige. Farblich ginge der Frühling in die pastelligen Nude-Farben, die aber in diesem Jahr auch mit der Farbe Khaki kombiniert werden könnten.

Statement-Sleeves wie Glockenärmel, also am Handgelenk ausgestellte Ärmel, sind jetzt in. Aber auch der Off-Shoulder-Trend, also schulterfreie Oberteile, ist in dieser Saison noch tragbar. „Der Lingerie-Look des letzten Jahres ist klasse. Den kann man auch einfach mit einer Metallic-Shorts oder einer Skinny-Jeans neu kombinieren“, sagt Shari, „das gibt einem eher schicken Look einen niedlichen Touch.“

Den Schuhtrend, Birkenstocklatschen zu tragen, mag Shari nicht. „Ich trage viel lieber Espadrilles“, sagt sie. Auch breite Taillengürtel oder Achtzigerjahre-Revival-Teile wie Schulterpolster findet Shari eher suboptimal: „Die lassen einen total maskulin erscheinen.“

Wenn Shari nicht bloggt, studiert sie Mediendesign. Dafür pendelt sie von Hannover nach Salzgitter. Das Studium ist zeitaufwendig. „Normalerweise fahre ich zur Fashion Week nach Berlin, aber jetzt habe ich gerade Prüfungsphase“, sagt Shari. Mit der Bilder-Messaging-App Snapchat hält sie sich trotzdem auf dem Laufenden.

Von Kira von der Brelie

Über den Autor

ZiSH

ZiSH ist die junge Redaktion der HAZ. Hier schreiben Studenten, Azubis und Schüler über das, was sie bewegt. Jeden Dienstag und Freitag gibt es eine neue ZiSH-Seite in der gedruckten HAZ. Hier im Blog schreiben vor allem Nachwuchsautoren unter dem Namen ZiSH.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Videos

Lade...

Aktuelle News