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Diese schrägen Praktikantentypen findet ihr in jedem Unternehmen

Diese schrägen Praktikantentypen findet ihr in jedem Unternehmen

Schüchterner Schatten, kumpeliger Quatschveteran oder selbstbewusster Aufschneider – als Student kommt man kaum an Praktika vorbei und jeder Praktikant ist anders. ZiSH stellt acht Typen vor.


Der Unsichtbare: Verstecktes Talent

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Wie ein Schatten bewegt er sich durch die Bibliothek. Die Schultern hat er hochgezogen und den Kopf gesenkt. Mit seiner ganzen Körperhaltung verschmilzt der Schüchterne mit den Bücherregalen. Still erledigt er seinen Job und fällt hierbei vor allem durch Unauffälligkeit auf. Hat ein Kunde eine Frage, ist er widerwillig bereit, diese zu beantworten – vorausgesetzt, man findet ihn in seinem Lieblingsversteck, hinter den verstaubten Regalen mit den gesammelten Werken von Shakespeare.
Sonst geht er sozialen Interaktionen lieber aus dem Weg, weswegen er sich voll auf andere Aufgaben konzentrierten kann. Diese erledigt er, zur Überraschung seines Vorgesetzten, jedoch immer tadellos. Daher wird der schüchterne Praktikant am Ende auch schmerzlich vermisst – zumindest von denen, die wissen, dass er existiert. rw

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Der Kumpel-Typ: Lass mal quatschen!

Reden ist sein Element. Dem Kumpel-Typen fällt es nicht schwer, immer wieder neue Gesprächsthemen zu finde: egal ob mit seinen Kollegen, Kunden oder Lieferanten. Für ihn ist der Tag erst richtig gut, wenn er möglichst oft über seine geniale Fußballmannschaft, seine kuriosen Erlebnisse mit Kunden oder seine allerliebste Automarke sprechen konnte. Und das mit jedem, der es hören will – oder eben auch nicht. Kundengespräche werden so schnell zu 30-minütigen Fußballdebatten.
Das kommt bei den Kunden noch relativ gut an, die Kollegen sind aber schnell genervt. Schließlich verliert er beim Fachsimpeln schnell aus den Augen, dass er noch andere Aufgaben hatte, und andere müssen für ihn einspringen. Nach dem Ende seines Praktikums freuen sie sich vor allem über eins: endlich wieder Ruhe. as

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Der Schleimer: Noch ein Kaffee?!

Der Schleimer verfolgt während seiner Praktikumszeit in der Fernsehredaktion vor allem ein Ziel: Er will Beziehungen knüpfen. Nach dem Motto „Ich mag die, die mir nützen“ findet er alles toll, was seine Vorgesetzten leisten. Er lacht immer an genau den richtigen Stellen, aber eine eigene Meinung hat er nicht. Täglich fallen ihm neue Komplimente für seine Kollegen ein und seinen Chef bezeichnet er als sein großes Vorbild.
Morgens läuft der Schleimer mit einem Arm voller Kaffeebecher ins Büro. Natürlich vergisst er nie die fettreduzierte Milch für den Chefredakteur. So erkauft er sich das halbherzige Lächeln seiner Kollegen und der Studioleiter kann sich sogar an seinen Namen erinnern. Schade nur, dass ihm das nach dem Praktikum nichts bringt – wenn auffällt, dass er außer Schmeicheleien nicht viel zustande gebracht hat. rw

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Die Gestresste: Was für ein Stress!

Nach den Schweißperlen auf ihrer Stirn zu urteilen, muss der Weg in die Firma ein Marathonlauf gewesen sein. Mit gehetztem Blick an ihrem Schreibtisch sitzend, versucht die Gestresste jeglichen Kontakt mit neuen Aufgaben zu vermeiden. Sie sieht Kollegen gar nicht erst an, sondern starrt verkrampft auf den Computerbildschirm. Schlagen ihre Ausweichmanöver fehl, kann sie nur noch mit einem entsetztem, „Was, das soll ich etwa auch noch machen?“ versuchen, der nervlichen Zerreißprobe zu entkommen.
Ein paar Akten sortieren, Kunden anrufen und das neue Computerprogramm lernen: Eigentlich sind die Aufgaben der gestressten Praktikantin recht übersichtlich – wäre sie nicht ständig damit beschäftigt, an sich zu zweifeln. Denn erst durch ihre Ansprüche an sich selbst wird die Arbeit zum Problem. sw 

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Der Überengagierte: Voll engagiert

Sein breites Grinsen legt der Überengagierte auch bei den am schlechtesten gelaunten Gästen nicht ab. Natürlich hat er nach Dienstschluss noch im Hotelrestaurant Servietten gefaltet, damit er sich am kommenden Tag voller Tatendrang wichtigeren Aufgaben widmen kann. Schließlich müssen die Zimmer anders dekoriert, das Essen schärfer gewürzt und die Kollegen freundlicher werden, damit sich die Gäste rundherum versorgt fühlen. Der Überengagierte vergisst dabei eines: Er ist nicht der Chef, sondern der Praktikant – und die meisten Gäste wollen im Urlaub schlichtweg ihre Ruhe haben. Damit er mit seinem penetranten „Wie wäre es für Sie noch angenehmer?“-Fragen die Gäste nicht verschreckt, wird der zu engagierte Praktikant zum Kofferschleppen verdonnert. Dabei kann er seine überschüssige Energie abbauen. sw

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Der Pflichtpraktikant: Kein Bock

Es ist hektisch, alle Mitarbeiter der Werbeagentur hetzen von Meeting zu Meeting. Nur einer hat die Ruhe weg: Es ist der Pflichtpraktikant. Das Unternehmen interessiert ihn nicht wirklich, er ist ausschließlich für seinen Praktikumsschein da. Am liebsten sitzt er einfach seine Zeit ab. Ihm ist es egal, welche Aufgaben er bekommt – er tut sowieso lieber nichts, Aufträge erledigt er höchstens halbherzig. Er ist Meister darin, hinter dem PC-Monitor beschäftigt zu wirken – bloß keinen Stress.
Statt der erhofften Entlastung kostet dieser Praktikant die Kollegen noch zusätzliche Nerven. Und eigentlich freut sich die ganze Firma auf das Ende des Praktikums. Als der Prakti sich am letzten Tag doch einmal anstrengt, merkt er: So schlecht war es gar nicht. Blöd nur, dass die sechs Wochen Praktikum da schon längst vorbei sind. max

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Der Aufschneider: Ich kann alles!

Es ist früh, die Kollegen sind noch müde, nur einer klopft schon munter Sprüche: „Das ist doch überhaupt kein Problem für mich“ und „Ich kümmere mich natürlich auch um die Produktanfragen“. Bekommt er eine Aufgabe, verlangt der Aufschneider lauthals noch zwei Beschäftigungen mehr. Er will allen zeigen, dass er der Beste ist.
Am Anfang sind die Kollegen noch froh über die Entlastung. Aber spätestens, als der wütende Kunde anruft und sich beschwert, dass er immer noch keine Anfrage bekommen hat, ahnen sie Böses: Der Praktikant hat die Fristen verpennt und die Anfragen an die falschen Ansprechpartner rausgeschickt. Statt der erhofften Hilfe sorgt die Selbstüberschätzung für Chaos. Als sich am letzten Tag die Tür hinter dem Praktikanten schließt, geht nur noch ein erleichtertes Seufzen durch das Büro. max

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Die Mitarbeiterin des Monats: Perfekt organisiert

In der Spielecke heult ein Kind, andere warten darauf, endlich nach draußen stürmen zu dürfen, und auf dem Basteltisch läuft gerade der Flüssigkleber aus. Für die meisten Grund genug, das Handtuch zu schmeißen, nicht aber für die Mitarbeiterin des Monats. Mit ihrem noch vollkommen unverbrauchten Praktikanten-Tatendrang scheint sie alle neuen Aufgaben zu meistern. Mit ihrer fröhlichen und motivierten Art überzeugt sie sogar die muffelige Betreuerin aus der anderen Gruppe von ihrer Arbeit.
Dass sie auch mal vergisst, die Kinder an die Lautstärkeregeln zu erinnern, kann ihrem Ansehen nichts anhaben. Und: Sie tut nicht nur so, sie hat wirklich Spaß an ihrer Arbeit. Zum Ende des Praktikums weinen deshalb nicht nur die Kindergartenkinder. Auch die muffelige Kollegin muss ein paar Tränchen verdrücken. as

Über den Autor

ZiSH

ZiSH ist die junge Redaktion der HAZ. Hier schreiben Studenten, Azubis und Schüler über das, was sie bewegt. Jeden Dienstag und Freitag gibt es eine neue ZiSH-Seite in der gedruckten HAZ. Hier im Blog schreiben vor allem Nachwuchsautoren unter dem Namen ZiSH.

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