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Diese nervigen Studententypen findet ihr in jedem Hörsaal

Diese nervigen Studententypen findet ihr in jedem Hörsaal
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Neben dir packt einer sein Salamibrot aus, vorne meldet sich jemand im Akkord, ganz hinten wird geschnarcht: Wir haben die nervigsten Studententypen porträtiert, die du in fast jeder Uni-Vorlesung findest – von Besserwisser bis Zocker.


Karmapunkte statt Creditpoints

Wenn der Sitznachbar ständig am Smartphone hängt und alle paar Minuten ein glucksendes Geräusch von sich gibt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Jodler. Es gibt den passiven Jodler, der sich still durch die Beiträge scrollt und ab und zu ein „Like“ verteilt. Wenn ihm ein Jodel witzig erscheint, pustet er kurz durch die Nase, lässt das Ganze aber ansonsten unkommentiert. Vorsicht geboten ist vor dem aktiven Jodler: Dir fällt der Kaffee runter oder du stellst in der Vorlesung eine richtig dämliche Frage? Der aktive Jodler sorgt dafür, dass es in Sekundenschnelle der ganze Campus weiß. Er postet, kommentiert, er votet rauf und auch wieder runter. Karma ist sein Leben, Manni sein bester Freund. (Von Tim Wegener)

Unangenehmer 
Doppelpack

Auf den ersten Blick könnte man sie verwechseln – den Schleimer und den Besserwisser. Beide sitzen in der ersten Reihe, vor ihnen türmt sich ein riesiger Bücherstapel mit vertiefender Literatur auf und sie schnipsen beim Melden um die Wette. Beide achten auf jedes Wort, das der Dozent sagt. Allerdings aus verschiedenen Gründen. Denn eigentlich sind diese zwei Typen Erzfeinde. Während der Schleimer eifrig nickt und über schlechte Witze des Profs gekünstelt lacht, korrigiert der Besserwisser, wo er nur kann: „Also, in diesem Buch steht aber …“, sagt er gern – und erntet dafür nicht nur die bösen Blicke des Schleimers, sondern auch von allen Anwesenden. (Von Johanna Stein)

Fernstudium für Fortgeschrittene

Ein Typ, der die Vorlesung kaum stört, ist der Abwesende – eben weil er schlicht nie da ist. Man sieht ihn meist nur in der ersten Vorlesungswoche und dann wieder zur Klausur. Was er in der Zwischenzeit gemacht hat – eine Rucksacktour durch Südamerika, gechillt oder doch unentwegt für den Kurs gebüffelt? Man weiß es nicht.
Dem Professor fällt der fehlende Student nicht auf, denn der hat natürlich vorgesorgt und lässt Kommilitonen für sich auf der Anwesenheitsliste unterschreiben. Doch sollten die Freunde auch mal alle nicht da sein, muss der Abwesende selbst ran. Er betritt den Hörsaal und trägt sich ein – und schon ist er wieder verschwunden. Bis zur Klausur. (Von Johanna Stein)

Ungefragte
 Beziehungsupdates

Egal, wo man im Vorlesungssaal sitzt – in jeder Veranstaltung gibt es mindestens eine Quasselstrippe. Egal, ob die letzte Partynacht, Beziehungsprobleme oder das neueste Youtube-Video: An Themen mangelt es ihr nie. Und auch nicht an der Zeit, die Storys haarklein auszubreiten.

Das Nervigste daran: Man kann einfach nicht weghören. Auch wenn die Quasselstrippe mit leicht gedämpfter Stimme spricht, will man doch zu gern wissen, wer jetzt was mit wem hatte. So wird die Vorlesung schnell zur Nebensache. Unterbrochen wird diese Erzählstunde nur durch den Streber, der sich voller Zorn alle paar Minuten umdreht, um die Quasselstrippe zum Schweigen zu bringen: „Pscht!“ Natürlich vergeblich. (Von Klara Aline Stolz)

Ohne Mampf 
kein Kampf

Der Hungrige macht sich durch zwei besonders lästige Eigenschaften bemerkbar. Zum einen erfüllt er den ganzen Hörsaal mit den Gerüchen seines Essens. Haben die Kommilitonen Glück, verspeist er nur eine wohlduftende Mandarine. Weitaus unangenehmer sind Salamibrote, frisch gepellte Eier oder Ekelsnacks wie Bifi. Mit seinem gewaltigen Vorlesungsproviant könnte er einen Street-Food-Wagen auf dem Campus eröffnen.
Zum anderen nervt der Hungrige seine Sitznachbarn, indem er so laut isst, dass er die Stimme des Dozenten übertönt. Geräuschvoll beißt er in Äpfel oder knabbert an frisch gebackenen Weihnachtskeksen. Mahlzeit! (Von Nina Hoffmann)

Eins nach dem
 anderen? Von wegen!

Der Hörsaalklapptisch ist kaum breit genug für Laptop und Schreibblock. Der Multitasker braucht jedoch beides: Er muss die Vorlesung mitschreiben und gleichzeitig auf dem Laptop sein Leben organisieren. Circa 20 Tabs sind geöffnet. Darunter Wikipedia zum simultanen Recherchieren der Fachwörter. Gleichzeitig werden in diversen Onlineshops Weihnachtsgeschenke bestellt. Und was gibt’s heute eigentlich in der Mensa?
Für die Sitznachbarn wirkt sein Arbeitsplatz wie das reinste Chaos. Doch der Multitasker hat alles unter Kontrolle. Geschickt switcht er zwischen den Fenstern hin und her, erledigt dies und das. Und hat nebenbei auch noch die Vorlesung verstanden. (Von Jacqueline Niewolik)

Von der Party
 in den Hörsaal

Es ist morgens um kurz nach 8 Uhr, und der Dozent ist schon voll in Fahrt, als ein Nachzügler in den Hörsaal schlurft. Es ist der Partylöwe. Noch vor wenigen Stunden tanzte er beim „Ruby Tuesday“ in der Glocke. Jetzt sucht er sich mit einem XXL-Cappuccino in der Hand einen Platz in der hintersten Reihe bei seinesgleichen. Denn der Partylöwe ist ein Rudeltier und will nun die letzte Nacht durchanalysieren.
Die Vorlesung verfolgt er mit gläsernem Blick und tiefen Augenringen. Das monotone Gerede des Dozenten nutzt er, um den versäumten Schlaf nachzuholen. Doch sobald die Vorlesung vorbei ist, wird der Partylöwe wieder aktiv: Abends geht die Party schließlich weiter. (Von Tim Wegener)

Der will doch nur spielen

Er will doch nur spielen. Und wenn man gerade vor dem Endgegner steht, ist nichts störender als eine Vorlesung. Da wird dann einfach weitergezockt. Völlig vertieft in sein Spiel starrt der Zocker auf seinen Laptop. Das schlimmste Schicksal trifft die, die in der Reihe hinter ihm Platz genommen haben. Ob man will oder nicht: Die bunten, schnellen Bilder auf dem Bildschirm sind Hingucker – leider. Und schneller, als man denkt, gilt die ganze Aufmerksamkeit nicht mehr dem Professor, sondern dem Zocker. Und falls das Level nicht pünktlich zum Vorlesungsende geschafft ist, bleibt der Zocker auch gern noch fünf Minuten länger im Hörsaal sitzen. Hier gibt’s schließlich WLAN. (Von Anna Beckmann)

Über den Autor

ZiSH

ZiSH ist die junge Redaktion der HAZ. Hier schreiben Studenten, Azubis und Schüler über das, was sie bewegt. Jeden Dienstag und Freitag gibt es eine neue ZiSH-Seite in der gedruckten HAZ. Hier im Blog schreiben vor allem Nachwuchsautoren unter dem Namen ZiSH.

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