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Diese Serien kannst du über die Feiertage suchten

Diese Serien kannst du über die Feiertage suchten

„Stranger Things“-Remake oder Retro-Klassiker: Mit diesen sechs Serien wird euch zwischen Weihnachten und Silvester nicht langweilig.


Für Mystery-Liebhaber

Übernatürliches, verschwundene Kinder und Achtzigerjahre-Nostalgie – „Dark“ ist die erste deutsche Netflix-Produktion und wird zu Recht als deutsches „Stranger Things“-Pendant gehandelt.

In einer fiktiven Kleinstadt verschwindet 2019 der Teenager Erik Obendorf. Eine Leiche gibt es nicht. Ist er einfach abgehauen? Doch als mehrere Jugendliche bei der Windener Höhle Drogen suchen, die Erik dort versteckt haben soll, hören sie unheimliche Geräusche.

Wo ist Eric? Protagonist Jonas Kahnwald in „Dark“. Foto: Netflix

Dann verschwindet ein zweiter Junge namens Mikkel, und eine unbekannte Kinderleiche wird gefunden. Was ist mit den Kindern passiert? Und was hat es mit dem düsteren Atomkraftwerk auf sich?

Anders als bei „Stranger Things“ changieren bei „Dark“ Zeit- statt Wirklichkeitsebenen. Erzählt wird auch aus den Jahren 1986 und 1953. Dann brechen Dauerwellen, Nena-Songs und grelle Farben mit der sonst so düster-kalten Ästhetik der Mystery-Serie – und Vergangenes scheint mitunter sogar Gegenwärtiges und Zukünftiges erklären zu können.

Emma Schell

Für Superhelden-Fans

Verkatert und gebrochen sind sie, die vier Helden wider Willen, deren Wege sich in der TV-Serie „Marvel’s The Defenders“ kreuzen. Die schlagfertige und chronisch schlecht gelaunte Privatdetektivin Jessica Jones hat von Ärger mit Übersinnlichem die Schnauze voll und will sich eigentlich nur betrinken, aber irgendwer stolpert doch immer in ihr Büro.

Und ehe sie sich versieht, führt sie die Suche nach einem verschwundenen Architekten plötzlich zu einem uralten Geheimbund, der nach ewigem Leben strebt – und dafür New York in Schutt und Asche legen will.

Echt jetzt? Jessica Jones nerven die Egos der Kollegen.

Echt jetzt? Jessica Jones nerven die Egos der Kollegen. Foto: Netflix

Auch Daredevil, Luke Cage und Iron Fist, denen Netflix ebenfalls je eine eigene Serie widmete, kommen dem mysteriösen Bund „Die Hand“ (angeführt von „Alien“-Star Sigourney Weaver) auf die Spur, und so raufen sich die vier Super-Egos zusammen, um ihre Heimatstadt zu retten.

Mit den strahlenden „Avengers“ haben die bluesigen „The Defenders“ wenig gemein. Gut so! Nach dem Teambuilding-Trip wirkt sogar der sonst so schnöselige Iron Fist fast sympathisch.

Karsten Röhrbein

Für „Dr.-Who“-Einsteiger

Raumschiffe, Tod und eine Reinkarnation – das Ganze gewohnt britisch-exzentrisch: „Doctor Who“, die langlebigste Science-Fiction-Serie aller Zeiten (sie läuft seit 54 Jahren), gipfelt am 25. Dezember in ihrer traditionellen Weihnachtsfolge (BBC One).

In der 60-minütigen Folge „Twice Upon a Time“ wird der außerirdische Zeitreisende wieder aberwitzige Abenteuer erleben und ganz nebenbei die Erde retten.

Traditionsevent: Das „Dr.-Who“- Weihnachtsspecial. Foto: Handout

Doch das eigentliche Highlight ist etwas anderes: Es ist eine Folge der großen Abschiede. Der Doctor stirbt und wird wiedergeboren – neben der blauen Raum-Zeit-Maschine „Tardis“, dem Markenzeichen der Serie. Zwölfmal reinkarnierte er bereits, jetzt wird Dr. Who erstmals von einer Frau verkörpert. Bill Potts, die Begleiterin des Doctors, macht Platz für jemand Neues und auch Macher Steven Moffat widmet sich neuen Aufgaben.

Info: „Twice Upon A Time“ läuft am 26. Dezember, 17 Uhr, im Cinemaxx-Kino.

Tomma Petersen

 

Für Krimi-Liebhaber

Ob in „Pretty Little Liars“„How to Get Away with Murder“ oder „Riverdale“: Die Kombination aus Psychologie, Krimi und einem Hauch Horror ist Trend. Die Netflix-Serie „Alias Grace“ spielt im Kanada des 19. Jahrhunderts und ist die historische Version des Psychologie-Krimis. Zentraler Konflikt: Dienstmädchen Grace Marks wird darin wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Opfer oder Täter? Grace in „Alias Grace“. Foto: Netflix

Die 16-Jährige soll ihren Herrn und dessen Haushälterin umgebracht haben. Doch es gibt einige Ungereimtheiten. Actiongeladene Spannung bietet die Drama-Serie zwar nicht, trotzdem will man unbedingt wissen, wer sich wirklich hinter Graces sanftem, unscheinbarem Gesicht verbirgt: Ist sie das unschuldige Opfer oder die hinterhältige Täterin?

Der Psychologe Simon Jordan soll Klarheit schaffen und spricht mit Grace. „Alias Grace“ ist eine politische wie feministische Serie, die mit feinfühligen literarischen Dialogen auftrumpft.

Sarah Seitz

 

Für Western-Fans

Verrauchte Saloons, karge Landschaften und blutige Schießereien – die Mini-Serie „Godless“ wartet mit einem klassischen John-Wayne-Setting auf: Der Revolverheld Roy Goode versteckt sich auf der Flucht vor Frank Griffin nahe der Stadt La Belle. Auf der Suche nach ihm tötet der skrupellose Griffin mit seinem Banditentrupp jeden, der ihm dabei in die Quere kommt.

Im Gegenteil zu Western-Blockbustern wie „Django Unchained“ kommt die Netflix-Serie „Godless“ ganz ohne Hochglanz-Optik daher: Die Kontraste sind gering, die Farben erdig – das staubige Nordamerika im Jahr 1884.

Auf der Flucht: Roy Goode in „Godless“.

Auf der Flucht: Roy Goode in „Godless“. Foto: Netflix

Aber „Godless“ zitiert nicht nur alte Western-Klischees: Die Frauen von La Belle, einer kleinen Stadt nahe der Ranch, sind weder schwach noch hilflos, sondern äußerst wehrhaft. Seit einem Minenunglück, bei dem fast alle Männer starben, müssen sie allein zurechtkommen.

Als Griffin von Roy Goodes Unterschlupf erfährt, macht er sich auf den Weg nach La Belle – wo die Frauen schon mit geladenen Waffen warten.

Kira von der Brelie

Für „Star-Trek“-Anfänger

Führt man ein legendäres Projekt weiter, das von tausenden Hardcore-Fans kritisch verfolgt und beurteilt wird, kann man viel falsch machen. Das gilt vor allem für das immer größer werdende „Star Trek“-Universum.

Zwölf Jahre nach der letzten „Treckie“-Serie „Enterprise“ ist im September nun „Discovery“ erschienen. Die Macher zeigen darin einen bisher wenig beackerten Konflikt: Wie kam es zur Feindschaft zwischen der Sternenflotte und dem Volk der Klingonen?

Sonequa Martin-Green spielt den Ersten Offizier Michael Burnham, deren Eltern durch die Hand von Klingonen starben. Anschließend wurde sie als Mensch von den logikvernarrten Vulkaniern aufgezogen. Ihr ständiger Konflikt mit ihren Wurzeln macht Burnhams Charakter spannend und typisch „Star Trek“.

Hin- und hergerissen: Michael Burnham in „Discovery“. Foto: netflix

Hin- und hergerissen: Michael Burnham in „Discovery“. Foto: Netflix

Ihr menschlicher Teil neigt eher zu Intuition, während der vulkanische analysiert. Welche Seite stärker ist, zeigt sich schon in der Pilotfolge, in der Burnham einen Konflikt der Güteklasse Katastrophe vom Zaun bricht.

Manuel Behrens

Über den Autor

ZiSH

ZiSH ist die junge Redaktion der HAZ. Hier schreiben Studenten, Azubis und Schüler über das, was sie bewegt. Jeden Dienstag und Freitag gibt es eine neue ZiSH-Seite in der gedruckten HAZ. Hier im Blog schreiben vor allem Nachwuchsautoren unter dem Namen ZiSH.

1 Kommentar

  1. Wie wäre es, über die Feiertage mal diesen ganzen Scheiß auszumachen? Smartphone, TV, PC? Besinnung kommt von „Sinne“, sich be-sinnen. Beim 24 Stunden Serienmarathon wird das nicht möglich sein und 2 Wochen später wird wieder wegen „burnout“ gezimperlt: oh Wunder.

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