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Fuchsbau-Festival: „Viele Festivalgänger sind politisch interessiert“

Fuchsbau-Festival: „Viele Festivalgänger sind politisch interessiert“
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Warum Party machen und Diskussionen lauschen gut zusammen auf das Fuchsbau-Festival passen, erzählt Mitorganisatorin Luna Ali (24) im Interview. Die 24-Jährige studiert mittlerweile in Leipzig Literarisches Schreiben. Für das Fuchsbau-Festival kommt sie allerdings gerne in ihre Heimatstadt Hannover zurück.


Luna, das Thema beim Fuchsbau-Festival, das vom 11. bis 13. August auf dem Zytanien-Gelände in Lehrte-Immensen steigt, heißt „Splitter faser___“. Was bedeutet das für euch Organisatoren genau?

Es geht um den gläsernen Menschen, der in seinem Handy sein halbes Leben abgespeichert hat: von Liebesbriefen bis zu täglichen Notizen. Unser Handy ist wie ein Speicherplatz für unsere digitalen Identitäten. Mit „Splitter faser___“ wollen wir diese Identitäten über Kunst und Diskurse beleuchten.

Wie kriegt ihr Party und Musik mit Diskussionen unter einen Hut?

Das funktioniert ziemlich gut. Ein Schlüsselmoment für mich war das Fuchsbau-Festival 2014. Da haben wir einen Film über junge Soldaten gezeigt, zum Thema Medien und Krieg. Und die Leute, etwa 200, sind nach dem Film sitzen geblieben und haben sich noch die anschließende Diskussion angehört. Das war offenbar kein Stimmungskiller. Und es hat uns gezeigt, dass wir bei Gegensätzen von Spaß und Ernst noch mutiger sein können.

Wollen junge Leute auf Festivals nicht lieber Party machen?

Also klar, die Leute können auf dem Fuchsbau auch Party machen und Alkohol trinken. Aber das scheint ihnen gar nicht so wichtig zu sein. Man kann Festivalgänger nicht pauschalisieren. Das Fuchsbau zeigt ja, dass auch die jungen Leute politisch und kulturell interessiert sind.

Warum ist es euch eigentlich so wichtig, auf einem Festival nicht nur Partys, Acts und Kunst zu bieten, sondern auch Diskussionen zu veranstalten?

Wir halten die Diskurse auf dem Fuchsbau für eine gute Alternative zu hitzigen Kommentaren unter Facebook-Posts, die meist zu nichts führen. Unser Team ist politisch interessiert. Und da wir mittlerweile wissen, dass dieses Interesse auch bei dem Publikum besteht, wollen wir dem eine Plattform bieten.

Interview: Nina Hoffmann

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