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Gute Vorsätze zum Semesterstart: Jetzt wird alles anders!

Gute Vorsätze zum Semesterstart: Jetzt wird alles anders!
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6 Uhr: Der Wecker klingelt, und ich bin noch hundemüde. Trotzdem aufstehen, anziehen, Uni? Dafür ist es eigentlich echt viel zu früh. Wer hat schon Lust morgens um acht in einer Vorlesung über Regierungslehre zu sitzen? Besonders, wenn der Prof danach eh die Präsentation im Uni-internen Portal hochlädt. Also ich nicht. Außerdem war ich die letzten drei Male schon da. Da kann ich sie ja einmal ausfallen lassen. Ich drehe mich um und schlafe einfach weiter.

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Während des Semesters komme ich damit auch ziemlich gut durch. Die Klausuren sind schließlich noch in weiter Ferne. Bereuen werde ich das aber später, wenn ich anfangen muss, für die Klausuren zu lernen. Denn auch, wenn der Prof die Folien hochgeladen hat: Angeschaut habe ich sie fast nie. Als ich es endlich mache, merke ich: Verdammt, ist das viel Stoff! Wie berechnet man bloß den Inglehart-Index? Und was war nochmal das Genitivattribut? Wer regelmäßig in der Vorlesung war, weiß das natürlich. Aber ich habe keinen Plan. Und muss nun bis tief in die Nacht Fachbegriffe und Theorien in mich reinprügeln. „Nächstes Semester fange ich früher an“, nehme ich mir vor – so wie eigentlich jedes Semester.

Dabei geht es nach den Ferien eigentlich immer ganz gut los: Ganz optimistisch trage ich mich für alle möglichen Veranstaltungen ein – auch für die um 8 Uhr morgens. Anfangs gehe ich brav zu jeder Vorlesung, lese die Vorbereitungslektüre und schreibe fleißig mit.

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Das klappt ganze zwei Wochen. Dann merkte ich: Die Literaturvorlesung ist echt zum Einschlafen, das Politikseminar, das so spannend klang, ist doch nur trockene Theorie, und diskutiert wird da eh kaum. Warum also die Mühe? Und zum Wechseln der Kurse ist es jetzt auch zu spät.

Mal ehrlich: Wer jeden Tag um 8 Uhr in der Uni sitzt, hat vermutlich nie beim „Ruby Tuesday“ gefeiert oder ist beim Quatschen in einer WG-Küche versackt. Die Klausuren werde ich auch so irgendwie bestehen. Doch ich weiß, am Ende werde ich denken: Da wäre mehr drin gewesen. Und vor allem mit weniger Stress. Deshalb sage ich mir: Nächstes Semester wird alles anders. Also diesmal wirklich!

Über den Autor

ZiSH

ZiSH ist die junge Redaktion der HAZ. Hier schreiben Studenten, Azubis und Schüler über das, was sie bewegt. Jeden Dienstag und Freitag gibt es eine neue ZiSH-Seite in der gedruckten HAZ. Hier im Blog schreiben vor allem Nachwuchsautoren unter dem Namen ZiSH.

1 Kommentar

  1. Viel Erfolg beim Studium – und mit diesem Blog. Tolle Idee!

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