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Hier gibt es die besten Veggie-Burger der Stadt

Hier gibt es die besten Veggie-Burger der Stadt

Etliche Burgerläden haben sich in Hannover niedergelassen. Wie schmeckt die vegetarische Variante des Klassikers? Duke, Jim Block, Burgernah, Curry Culum, Mel’s Diner, Kuhnstwerk: ZiSH hat in sechs Läden vegetarische Burger probiert.


Burgernah: Alles unaufgeregt

„Geflügelte Träume“ im Burgernah. Foto: Philipp von Ditfurth

Das Burgernah in Linden-Nord ist ein Mekka für Menschen, die Burger ohne Fleisch essen wollen. Denn die Küche verzichtet komplett auf tierische Produkte, ist also vegan. Das Interieur des Ladens ist clean. An den türkisen Wänden hängen Bilder, die urbane Hannover-Motive wie das Graffiti an der Glocksee zeigen. Was positiv auffällt: Obwohl an fast jedem Tisch des kleinen Restaurants Menschen quatschen, ist es relativ ruhig. Auf nervig-laute Beschallung wird verzichtet.

So unaufgeregt wie das Ambiente kommen auch die Burger daher. Wir bestellen den „Vamburger“ (4,40 Euro) mit einem Patty aus Spinat und Hafer und eine Kreation namens „Geflügelte Träume“ (6,20 Euro) mit einem panierten Seitan-Patty. Toll sind die hausgemachten Soßen, die den Burger nicht dominieren. Auch die Patties sind würzig – uns allerdings nicht würzig genug.

Von Sarah Franke  

Burgernah, Offensteinstraße 14, geöffnet Dienstag bis Donnerstag und Sonntag von 13 bis 21 Uhr sowie Freitag und Sonnabend von 13 bis 22 Uhr, burgernah.de

Bewertung

Ambiente: 5/5

Wartezeit: 3/5

Preis-Leistung: 3/5

Veggie-Auswahl: 5/5

Kuhnstwerk: Mehr Hipster geht nicht

Der „Ciao Bello 2.0“ im Kuhnstwerk. Foto: Villegas

Industrielle Einrichtung, kreative Burger und Eistees, wie „Grüner Tee-Kiwi-Maracuja-Zitronengras“ – mehr Hipster geht nicht. Beim Rausgehen darf man sich noch einen Apfel (wegen healthy und so) mitnehmen.

Es gibt einen vegetarischen und einen veganen Burger, doch die Bedienung erklärt, dass man auch jeden anderen Burger mit einem tierfreien Patty bestellen könne. Die Küche behalte sich jedoch vor, vermeintlich schlecht schmeckende Bestellungen nicht umzusetzen. Ich nehme den „Ciao Bello 2.0“, mit Rucola, Parmesan Crunch und Antipasti aus Auberginen, getrockneten Tomaten, Paprika und Zucchini mit einem Kichererbsen-Süßkartoffel-Patty.

Das Mehrkornbrötchen schmeckt wie frisch aus dem Ofen, das cremig-würzige Patty schmilzt auf der Zunge und bietet einen Kontrast zur krossen Parmesanscheibe. Die Tomaten mit dem Rucola erinnern mich an die italienische Küche – der beste Burger, den ich je gegessen habe. Der Preis von 10,50 Euro ist gerechtfertigt.

Von Sarah Seitz

Info: Kuhnstwerk, Röselerstraße 7, geöffnet Montag bis Sonnabend von 11 bis 22 Uhr, www.kuhnstwerk.com

Bewertung

Ambiente: 5/5

Wartezeit: 3/5

Preis-Leistung: 4/5

Veggie-Auswahl: 5/5

Duke Burger: Ohne Schnickschnack

Der „Veggie Burger“ im Duke. Foto: Heidrich

Lange Tische aus Paletten, eng aneinandergereihte Barhocker und unverputzte Backsteine an der Wand: Das Ambiente bei Duke Burger im Stadtteil Mitte ist minimalistisch und rustikal. Das passt zum „Veggie Burger“ (6,50 Euro). Denn der kommt ohne viel Schnickschnack aus: 150 Gramm gegrillter, innen geschmolzener Halloumi-Käse als Patty, Olivencreme, Paprika, Tomate, Zwiebeln, Salat und die hauseigene Soße werden zu einem Burger gestapelt.

Die knusprigen Burgerbrötchen sind etwas fettig, dafür sorgt die Tomate im Kontrast dazu für eine angenehme Frische. Bestellt und bezahlt wird gleich an der Kasse. Dabei sehen wir dem Koch in der offenen Küche beim Braten zu. Lange allerdings nicht – denn bis wir uns den Burger abholen, dauert es nur einige Minuten. Der „Veggie Burger“ bei Duke Burger ist ein Klassiker. Er schmeckt, wie man sich Fast Food vorstellt – ohne dabei auch nur ein bisschen fad zu sein.

Von Sarah Franke

Duke Burger, Lange Laube 16 (zweite Filiale in der Fössestraße 4), geöffnet täglich von 12 bis 22 Uhr, duke-burger.de

Bewertung

Ambiente: 3/5

Wartezeit: 5/5

Preis-Leistung: 5/5

Veggie-Auswahl: 2/5

Jim Block: Wie in der Kasernenkantine

Der „Tomato“ im Jim Block. Foto: Kutter

Ungeliebt, wie in einer Kasernenkantine fühle ich mich, als wir das Jim Block am Kröpcke betreten. Bestellt wird an der Theke, wo wir nach acht Minuten den „Tomato Burger“ auf ein Tablett stellen, das aussieht wie das schrammelige Backblech meiner Oma.

Zu Chartliedern in Remix-Versionen, die auch im New Yorker-Laden aus den Boxen schallen, essen wir. Bei Jim Block gibt es drei vegetarische Burger: Der „Tomato“ und der „Champignon“ wird auch als „Veggie Version“ für 5,30 Euro angeboten, außerdem gibt es den „Portobello“ für 7,50 Euro. Wir nehmen den Burger „Tomato“, der eigentlich nichts anderes ist als ein Fleischburger ohne Patty. So schmeckt er auch: Ein labbriges Brötchen mit Barbecuesoße und dem Standard Salat-Mix eines Durchschnittsburgers. Letztendlich ist Jim Block wie die Schnellrestaurants Burger King und McDonalds – nur in teurer.

Von Sarah Seitz

Jim Block, Georgstraße 35, geöffnet von 11.30 bis 22 Uhr, jim-bock.de

Bewertung

Ambiente: 1/5

Wartezeit: 3/5

Preis-Leistung: 1/5

Veggie-Auswahl: 3/5

Curry Culum: Frisch und gesund

Der „Veggieburger“ im Curry Culum. Foto: Villegas

Frisch. Das ist mein erster Eindruck vom Curry Culum am Goetheplatz: Grün-schwarze Wände und rustikale Holztische unter Hängelampen aus Einmachgläsern. Wir haben einen guten Blick in die offene Küche und können dem Koch beim Burgerbraten und Salatschnippeln zuschauen. Frisch und luftig gebacken ist auch das Brötchen des Veggieburgers, der für 6,30 Euro angeboten wird.

Neben getrockneten Tomaten, Zwiebeln, Paprika und der selbstgemachten Hamburger-Sauce gibt’s ein Patty aus einer „würzigen Biomischung“. Sie besteht aus Soja, Curry und wiederum getrockneten Tomaten, Zwiebeln sowie Paprika, die zu einer festen Masse zusammengemixt sind. Die ist zwar lecker und mit wenig Fett gebraten, doch leider weder knackig noch kross. Knackig sind dafür der Salat und die weiteren Topings, die dem Burger eine frische Note geben – und man hat das Gefühl, dass Fast Food doch gesund sein kann.

Von Sarah Seitz

Curry Culum, Rückertstr. 17, geöffnet von 11.30 bis 22 Uhr (werktags) bzw. 15.30 bis 22 Uhr (sonnabends) bzw. 15.30 bis 21 Uhr (sonntags), www.curryculum.de

Bewertung

Ambiente: 4/5

Wartezeit: 3/5

Preis-Leistung: 4/5

Veggie-Auswahl: 1/5

Mel’s Diner: Nur Durchschnitt

Der „Veggie Burger“ im Mel’s Diner. Foto: Villegas

Aus den Lautsprechern von Mel’s Diner schmachtet Elvis „Love Me Tender“. Das Restaurant mit seinen schwarz-weißen Kachelfliesen, der Jukebox und den roten-weißen Hochglanzsitzen sieht aus wie ein amerikanisches Diner aus den Fünfzigern. Es wurde vor über 20 Jahren aus den USA importiert.

Das Versprechen: Alles ist hier original amerikanisch. Dementsprechend fettig ist das Patty des „Veggie Burgers“ (8,20 Euro), der mit dicken Pommes serviert wird. Er besteht aus einem frittierten Gemüsemix und hat kaum Eigengeschmack. Das Brötchen ist weich, beinahe pappig. Gurkenscheiben, Salat, Tomate und Zwiebeln werden separat serviert. Senf, Ketchup und Mayo stehen auf dem Tisch. Großer Pluspunkt: So können wir den Burger selbst belegen. Das Ambiente ist etwas Besonderes – der „Veggie Burger“ allerdings nur Durchschnitt.

Von Sarah Franke

Mel’s Diner, Hildesheimer Straße 83, geöffnet Montag bis Donnerstag von 12 bis 22 Uhr, Freitag von 12 bis 24 Uhr, Samstag von 9 bis 24 Uhr sowie Sonntag von 9 bis 22 Uhr, mels-diner.de

Bewertung

Ambiente: 5/5

Wartezeit: 4/5

Preis-Leistung: 2/5

Veggie-Auswahl: 1/5


So haben wir ausgewählt: Im September fragte die HAZ ihre Leser: Wo gibt es die besten Burger der Stadt? Die Läden, die auch einen Veggieburger auf ihrer Karte anbieten und in der Abstimmung auf den ersten Plätzen landeten, haben wir getestet.

 

Über den Autor

Sarah Franke

Sarah (23) studiert Journalistik. Ihre liebste Textart steht allerdings nicht auf dem Lehrplan: Essays, die genauso gefühlig wie die Deutschpopsongs sind, die sie auf dem Weg zur Hochschule hört.

5 Kommentare

  1. Schade, dass hier hauptsächlich (ausschließlich?) vegetarische Burger vorgestellt wurden.
    Die vegetarische Ernährung bringt weder für die Tiere noch für Umwelt und Klima Vorteile. So stellte die Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen, FAO, beispielsweise fest, dass Milch nach Rindfleisch die klimaschädlichste Kategorie darstellt (http://www.fao.org/3/i3437e.pdf, S. 14).
    Auch ist Milch mit einer Unverträglichkeitsrate von 15 – 20 % (nachzulesen unter anderem bei Wikipedia) das unverträglichste Nahrungsmittel überhaupt (auf andere gesundheitlichen Auswirkungen des Konsums möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen).
    Ich hatte gehofft, wir wären im Jahr 2017 schon weiter …

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  2. Danke für diesen Test. Die Ergebnisse decken sich doch recht gut mit meinen persönlichen Erfahrungen. Allerdings ist er ohne den von der HAZ-Leserschaft gekührten Platzhirsch in der Burger-Gastro Hannovers unvollständig. Den mit Abstand besten vegetarischen Burger habe ich im Harp gegessen.

    Antworten
  3. Schade, dass hier hauptsächlich vegetarische Burger vorgestellt wurden.
    Die vegetarische Ernährung bringt weder für die Tiere noch für Umwelt und Klima Vorteile. So stellte die Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen, FAO, beispielsweise fest, dass Milch nach Rindfleisch die klimaschädlichste Kategorie darstellt (http://www.fao.org/3/i3437e.pdf, S. 14).
    Auch ist Milch mit einer Unverträglichkeitsrate von 15 – 20 % (nachzulesen unter anderem bei Wikipedia) das unverträglichste Nahrungsmittel überhaupt (auf andere gesundheitliche Auswirkungen des Konsums möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen).
    Ich hatte gehofft, wir wären im Jahr 2017 schon weiter …

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  4. Da fehlt eindeutig das Harp – der Fetaschist ist ein wahrer Geschmacksorgasmus!

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  5. Journalistisch wohl ein Scherz. Ja es geht um den persönlichen Eindruck, aber die Voreingenommenheit lässt sich mit Leichtigkeit nicht nur zwischen den Zeilen lesen. Da kann man nur hoffen das die HAZ bzw. ZiSH bald richtiges Personal bekommt.

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