Advertisement

Select Page

Jodel: Eine ruppige Trennung, ein leerer Akku und fast ein Happy End

Jodel: Eine ruppige Trennung, ein leerer Akku und fast ein Happy End

Die App Jodel ist nicht nur gut, wenn man sich etwas von der Seele schreiben möchte oder eine lustige Beobachtung an der Uni gemacht hat. Jodel kann in Extremsituationen auch äußerst hilfreich sein. Nutzer OJ hat dies in der Nacht zum Freitag am eigenen Leib erfahren. Und das ist seine Geschichte – die inzwischen leider gelöscht wurde.

OJs Odyssee beginnt am Donnerstagabend: „Jemand noch ein Sofa oder Bett frei? Oder zumindeste ein Dach über dem Kopf? Es gibt verdammt miese Frauen heutzutage…“, schrieb der Nutzer. Seine Freundin habe ihn aus der gemeinsamen Wohnung geworfen, sich aufgebrezelt in ein Taxi gesetzt und sei weggedüst.

Also suchte der einsame OJ nach  einer Übernachtungsmöglichkeit in Hannove. Weil er in der nasskalten Nacht allein draußen unterwegs war und keine Freunde hatte, bei denen er Unterschlupf finden konnte.

Während einige Jodler unkonventionelle Lösungsmöglichkeiten vorschlugen (feiern gehen, ein anderes Mädel abschleppen und dort übernachten), bemitleidete ihn der Rest, wollte aber nicht seine Tür für einen „Fremden“ öffnen. Da OJ kein Geld dabei hatte, fiel eine Hotelübernachtung aus. Langsam spitzte sich die Lage zu: OJs Smartphoneakku war fast leer. Mit jedem Prozentpunkt wuchs seine Verzweiflung – doch niemand erbarmte sich OJ aufzunehmen.

Wie aus dem Nichts kam schließlich Jodler Nr. 5, der anbot, ihn zu OJs Eltern nach Ronnenberg zu fahren. Kurz grasierte Angst: Schließlich könnte das nette Angebot auch ein mieser Gag sein. Zumal sich Jodler 5 und OJ am E-Damm scheinbar verpassten – das war ihrem Nachrichtenverkehr zu entnehmen. Doch als die rettende Nachricht von OJ kam, dass er aufgelesen und mit dem anderen Jodler auf dem Weg nach Ronnenberg in dessen Auto sei, regnete es Karma und Glückwünsche für 5.

Warum OJ nun allerdings vor die Tür gesetzt wurde, weiß man nicht – eigentlich wollte er es am nächsten Morgen aufklären, doch bevor es dazu kam, wurde der Jodel gelöscht. Lieber OJ, wir würden gerne wissen, wie deine Geschichte ausgegangen ist. Wenn du sie erzählen willst – melde dich.

 

Über den Autor

Karsten Röhrbein

Karsten leitet die ZiSH-Redaktion der HAZ. Hier im Blog kümmert er sich vor allem um die Koordination, Themenbesprechung und was sonst so anfällt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Videos

Lade...

Aktuelle News