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Palo Palo für eine Nacht

Palo Palo für eine Nacht

Kaum ein anderer Club steht in Hannover so für Latin- und R-’n‘-B-Partys wie das Palo Palo. Aber wie feiert es sich eigentlich im loungigen Untergrundclub am Raschplatz? ZiSH-Autorin Emma Schell hat mitgefeiert.

Es ist Freitagabend, halb zwei und ich bewege mich lustlos zu dröhnenden lateinamerkanischen Beats, während um mich herum die Leute abtanzen. Heute feiere ich zum ersten Mal im Palo Palo am Raschplatz, und so richtig überzeugt bin ich nicht.

Dabei ist das Palo Palo ein beliebter Partytreffpunkt. Seit 30 Jahren gibt es den loungigen Untergrundclub hinterm Hauptbahnhof schon, sogar meine Mutter hat dort in den Neunzigern einige Nächte durchgetanzt. Auch heute noch steht das Palo Palo – neben dem Monkeys – in Hannover wie kaum ein anderer Club für Latin- und R-’n’-B-Partys.

Meine Erwartungen sind also entsprechend hoch: Schon länger wollten meine Freundin und ich den Kultclub ausprobieren. Sonst gehen wir am liebsten ins Dax oder Zaza. Dort spielen die DJs Lieder, zu denen wir mitsingen können und bei denen wir Lust zum Tanzen bekommen. Der Eintritt kostet uns meist nicht mehr als 5 Euro, im Palo bezahlen wir heute 7 . Und der erste Eindruck überzeugt mich: Das Palo Palo ist klein und gemütlich – vor allem im Vergleich zum Dax mit seinen verschiedenen Floors. An den Wänden hängen Schallplatten als Deko und im Raucherbereich steht sogar ein Kicker.

Wir sind schon um halb eins da, der Club ist dementsprechend noch ziemlich leer. Statt Liedern von Rihanna oder Usher, spielt der DJ nur szenige R-’n’-B-Songs, die wir nicht kennen. Die Beats sind träge – mehr einschläfernd als motivierend. Bei uns beiden kommt keine richtige Stimmung auf. Wir warten nur auf den nächsten Song, um endlich mitsingen zu können.

Dazu zieht es ziemlich stark, sodass ich in meinem Top friere. Die anderen Mädels scheint dies weniger zu stören – die meisten tragen kurze Glitzerkleider. Auf der Tanzfläche wird eng getanzt und offen geflirtet. Als uns eine Gruppe betrunkener Jungs wiederholt geschmacklos anbaggert, beschließen wir, den Club zu wechseln. Den nächsten Partyabend verbringen wir lieber wieder in unseren Lieblingsclubs.

Emma Schell

Über den Autor

ZiSH

ZiSH ist die junge Redaktion der HAZ. Hier schreiben Studenten, Azubis und Schüler über das, was sie bewegt. Jeden Dienstag und Freitag gibt es eine neue ZiSH-Seite in der gedruckten HAZ. Hier im Blog schreiben vor allem Nachwuchsautoren unter dem Namen ZiSH.

1 Kommentar

  1. „Statt Liedern von Rihanna oder Usher, spielt der DJ nur szenige R-’n’-B-Songs, die wir nicht kennen. Die Beats sind träge – mehr einschläfernd als motivierend. Bei uns beiden kommt keine richtige Stimmung auf. Wir warten nur auf den nächsten Song, um endlich mitsingen zu können.“ Wenn man „mitsingen“ möchte, dann geht man eben ins Zaza oder ins DAX. Das Palo Palo ist bekannt für seine Classic RnB Music. Ein Club wo man richtige Black-Music bekommt und kein Charts „RnB“.

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