Advertisement

Select Page

Tanzen gegen Rassismus im Welfengarten

Tanzen gegen Rassismus im Welfengarten

Laut gegen Ausgrenzungen aller Art demonstrieren – das ist das Motto beim „Festival contre le racisme“ vom 8. Juni bis zum 10. Juli in Hannover, bei dem am Sonnabend, 3. Juni, wieder zahlreiche Künstler im Welfengarten gegen Diskriminierungen ansingen. Dabei sind Rapper Kobito (Bild groß) oder Elektro-Punker HC Baxxter.

Wir haben vor dem Festival mit Marie Forster vom Allgemeinen Studierendenausschuss gesprochen.


Marie, worum geht‘s beim „Festival contre le racisme“?

Mittlerweile gibt es in ganz Deutschland von Studenten organisierte „contre le racisme“-Festivals – in Hannover das größte. Durch Konzerte und Vorträge soll auf Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Diskriminierungen aufmerksam gemacht werden.

Welche Themen sind in diesem Jahr vertreten?

Das Oberthema ist Rassismus und andere Diskriminierungsformen. Das Festival ist der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe, welche dieses Jahr den Fokus auf Rechtspopulismus legt.

Kommt Rechtspopulismus unter Studenten denn vor?

Man sagt ja immer, die Uni ist sowas wie eine Bildungselite. Hier kann doch gar kein rechtes Gedankengut aufkommen, weil alle so gebildet und liberal sind. Die Uni ist aber auch nur ein Abbild der Gesellschaft und ihrer verschiedenen Schichten. Auch hier kommen alle möglichen Diskriminierungsformen und rechtes Gedankengut vor.

Marie Forster vom Allgemeinen Studierendenausschuss

Als Asta engagiert ihr euch auch abseits des Festivals für Gleichberechtigung.

Ja. Was bei uns im Fokus steht, ist die Gleichberechtigung von ausländischen Studenten, vor allem die, die nicht aus dem EU-Ausland kommen. Für die ist es total schwer, an der Uni angenommen zu werden. Sie müssen viel Geld zahlen, viele Informationen offen legen und ihre Abschlüsse werden teilweise nicht anerkannt und sie sind von Rassismus betroffen. Generell erleben wir viele Formen von Diskriminierung gegenüber Minderheiten. Gerade da setzen wir auf politische Bildung und wollen mit Veranstaltungsreihen auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machen.

Kobito, Leila Akinyi, Discotrl und HC Baxxter – warum treten gerade diese Künstler auf?

Alle Acts engagieren sich gegen Rassismus und teilen damit die Mentalität unseres Festivals.

Inwieweit kann Musik gegen Rassismus helfen?

Musik ist etwas sehr Emotionales. Wenn Künstler mit ihrer Musik etwas von sich preisgeben, vielleicht auch Diskriminierung erlebt haben, kann man das Thema Rassimus auf diese Art total gut transportieren und die Zuschauer dafür sensibilisieren.

Interview: Sarah Franke

„Festival contre le racisme“: Auftakt-Open-Air am Sonnabend, 3. Juni, 15 Uhr, im Welfengarten zwischen dem Welfenschloss und dem Uni-Gebäude am Schneiderberg. Weitere Infos, auch zu den Vorträgen zwischen 8. Juni und 10. Juli, gibt es unter fclr.asta-hannover.de

Über den Autor

ZiSH

ZiSH ist die junge Redaktion der HAZ. Hier schreiben Studenten, Azubis und Schüler über das, was sie bewegt. Jeden Dienstag und Freitag gibt es eine neue ZiSH-Seite in der gedruckten HAZ. Hier im Blog schreiben vor allem Nachwuchsautoren unter dem Namen ZiSH.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Videos

Lade...

Aktuelle News