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Alles cheedo bei dir, Süßmo? Das Jugendwort-Quiz

Alles cheedo bei dir, Süßmo? Das Jugendwort-Quiz

Vollpfostenantenne, Fleischdesigner oder Banalverkehr – der Langenscheidt-Verlag kürt jedes Jahr das Jugendwort des Jahres. Bis zum 31. Oktober kann über die Top 30 abgestimmt werden. Wir machen das Quiz: Wie gut sprichst du „Jugendlich“?

 

Was ist das für 1 Sprache?

Eine Empfehlung für alle, die auch mit der Jugend auf Augenhöhe kommunizieren möchten“, schreibt ein Amazon-Kunde über das Jugendwörterbuch „100 Prozent Jugendsprache 2016“. Nicht auszudenken, was der arme Käufer wohl schon erlitten hat. Angenommen, er hat seinen Sohn mit „Hallo, mein kleiner Uhrensohn“ gegrüßt oder mal wieder vom Verzehr zahlreicher Hopfensmoothies abgeraten. „So 1 Lauch“, könnte der Nachwuchs gedacht haben – zu Recht. Denn was der Langenscheidt-Verlag sich Jahr für Jahr im stillen Kämmerlein an vermeintlicher Jugendsprache aus den Fingern saugt (nachzulesen auf jugendwort.de), ist so alltagstauglich wie die Funktionsgleichung dritten Grades an der Supermarktkasse. Klar gibt es Jugendsprache. Aber die lebt eher vom gekonnten Einatz weniger Begriffe – und davon, dass „Erwachsene“ sie nicht verstehen. Kein Jugendlicher lernt diese Wörter auswendig, wie vor einem Vokabeltest. Die 30 nominierten Begriffe sind unterhaltsam, haben aber nichts mit der Realität zu tun. Dass jede Clique oder Schulklasse ihren eigenen Wortschatz und ihr eigenes „Jugendwort des Jahres“ hat, erfährt man allerdings nur, wenn man sich ab und zu mal in den Bus oder die Straßenbahn setzt.

Die Party wird zum Dumfall

Mit einem Hopfensmoothie in der Hand stehen Nina und ihre Freundin Tina an der Bar. „Ich darf nicht zu viel trinken, war den ganzen Tag am Modeln“, erzählt Nina. „Isso. Ich will aber trotzdem am fly sein, Mois“, entgegnet Tina. „Morgen müssen wir eh nur slearnen.“ Da sind die beiden sich einig. „Guck mal, voll der Swaggernaut“, Nina zeigt in Toms Richtung. „Der traut sich eh nicht zu uns, hat doch sowieso nur Interneteier“, kichert Tina. „Ja, als er mir neulich geschrieben hat, kam es auch nur zum Banalverkehr. Langweilig, der Kerl. Und dann auch noch ein Tintling“, meint Nina. „Redet ihr etwa über mich?“ Tom hat sich doch getraut. Unsicher streicht er sich über seinen Overcut, in der Hand eine Vollpfostenantenne. Dabei hätte das Swagphone sicher mehr Eindruck bei den Mädels gemacht. Nina mustert Tom. „Über dich, du Uhrensohn? Als ob.“ Tom ist empört: „Du wärst mein Bae, würdest du dir mal die Mühe machen, mich kennenzulernen!“ Da ist er bei Nina falsch, für sie ist die Yologamie das einzige funktionierende Beziehungskonzept: „Stell dich hinten an, vielleicht gibt es bald einen freien Platz in meinem Tindergarten.“ Marc, Ninas großer Bruder, von Beruf Fleischdesigner, kommt dazu: „Nervt dich der Kerl?“, er zeigt auf Tom. „Jetzt darthvader hier nicht rum. Mir wird das zu blöd. Gz, ihr habt es geschafft. Tina, wir gehen!“, schnauft Nina.

Über den Autor

ZiSH

ZiSH ist die junge Redaktion der HAZ. Hier schreiben Studenten, Azubis und Schüler über das, was sie bewegt. Jeden Dienstag und Freitag gibt es eine neue ZiSH-Seite in der gedruckten HAZ. Hier im Blog schreiben vor allem Nachwuchsautoren unter dem Namen ZiSH.

2 Kommentare

  1. OK die Frage was „bae“ bedeutet warecht 1 Fail. Amina, es heißt „Baby“

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  2. Dieser Artikel ist so schrecklich peinlich! Kein Mensch redet so.

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