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LEA im Interview: Geschichten vom Lindener Kiez

LEA im Interview: Geschichten vom Lindener Kiez

 

Die Indie-Pop-Sängerin Lea kehrt an ihren Studienort Hannover zurück und spielt am Dienstag im ausverkauften Musikzentrum. Wir haben vorab mit ihr über  ihr neues Album „Zwischen meinen Zeilen“ und ihre Lindener Zeit gesprochen.


​Lea, heute Abend spielst du in Hannover, den ganzen Sommer warst du auf Festivals unterwegs. Das war bestimmt anders als die vereinzelten Konzerte, die du während des Studiums gespielt hast.

​Es war vor allem aufregend – aber auch anstrengend, wir hatten in den drei Monaten etwa 30 Konzerte. Aber das Glück darüber, fast jeden Abend spielen zu dürfen, überwiegt. Meine Ruhe finde ich bei all dem Trubel trotzdem, indem ich etwa Besuch von meiner besten Freundin aus Hannover bekomme.

Im September ist dein neues Album „Zwischen meinen Zeilen“ erschienen. Es sind viele traurige Lieder dabei. Wie ist das, sich so zu öffnen?

Ich schreibe, um meine Gefühle und Gedanken zu verarbeiten. Es ist toll, dass ich meine eigenen Erlebnisse verarbeiten kann und hinterher merke, wie viele Menschen sich darin wiedererkennen und dasselbe fühlen.

Während des Studiums hast du in Linden-Nord gelebt. Wie hat diese Zeit deine Musik geprägt?

Die Geschichten, die ich in Linden erlebt habe, habe ich in meiner Musik verarbeitet. Ich brauchte den Stadtteil nie wirklich zu verlassen, es war alles direkt vor meiner Haustür. Die Limmerstraße, der Fluss, Kneipen und Cafes – es ist immer etwas los, und trotzdem sind alle Begegnungen super persönlich. Ich habe es genossen, dass diese Welt, also der Kiez, so überschaubar ist. In kleinen Lokalen ist man viel näher am Publikum und kann beobachten, was in den Gesichtern passiert. Es ist eine krasse Erfahrung, sich immer wieder vor einem so kleinen Publikum beweisen zu müssen. Ich habe viel mehr Selbstvertrauen gewonnen und an meinem Lampenfieber gearbeitet.

Manche Lieder schreibst du nicht allein. Wie funktioniert das mit solch persönlichen Texten? 

Wir setzen uns  zusammen und reden, teilweise Stundenlang. Das ist wie eine kleine Therapie, weil wir uns voreinander öffnen und überlegen, wo bestimmte Gefühle herkommen, wie Konflikte entstanden sind, und was wir daraus machen wollen. So schreiben wir auch zu dritt einen Song, der für alle sehr persönlich ist.

Über den Autor

Karsten Röhrbein

Karsten leitet die ZiSH-Redaktion der HAZ. Hier im Blog kümmert er sich vor allem um die Koordination, Themenbesprechung und was sonst so anfällt.

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